Bisher ist Virtual Dipty noch nicht frei gegeben, sondern befindet sich noch in der Entwicklung. Die allgemeine Verfügbarkeit ist für Herbst 2009 geplant.

„Virtual Dipty“ ist eine kostenlose Software, die aus dem Internet heruntergeladen oder von DVD installiert werden kann. Sie stellt einen sog. virtuellen PC mit einem speziell angepassten Linux auf dem Gastsystem zur Verfügung.

Virtual Dipty – eine kindersichere Umgebung

Virtual Dipty stellt eine absolut kindersichere Umgebung auf dem Computer zur Verfügung. Kindersicher meint hier nicht nur das kindersichere Surfen im Internet, sondern auch eine leicht zu bedienende Oberfläche und eine Absicherung des Systems gegen ungewollte Änderungen, wie z.B. das Löschen wichtiger Komponenten.

Ein nicht realer Computer auf dem PC

Das sog. „Gastsystem“ ist ein Computer, den sie schon besitzen, meistens ein PC mit MS Windows. Die Eltern müssen auf dem Gastcomputer zwei Benutzerkonten einrichten. Das erste Benutzerkonto ist das Elternkonto, welches mit einem Kennwort geschützt ist, das die Kinder nicht kennen. Unter diesem Konto, kann der gesamte Funktionsumfang des Computers verwendet werden. Das zweite eingeschränkte Kinderkonto wird so konfiguriert, dass die virtuelle Maschine des Virtual Dipty automatisch gestartet wird. Eine virtuelle Maschine ist ein Computer, der nicht aus echter Hardware, die man anfassen kann, besteht, sondern ist ein Programm, das die Teile eines echten Computers nachbildet. Auf diesem nicht realen, also virtuellen Computer, kann man, wie auf einem echten Computer, Betriebssysteme installieren und Programme laufen lassen.

Virtual Dipty ist mehr als nur ein Browser

Bei der Software muss zwischen drei Hauptgruppen unterschieden werden: dem Betriebssystem, den lokalen Programmen und den Anwendungen im Internet. Als Betriebssystem kommt Ubuntu-Linux zum Einsatz. Zum einem verringert der Einsatz von Linux gegenüber Windows von Microsoft die Kosten der Gesamtlösung. Zum anderen lässt sich Linux viel individueller anpassen. Auf dem Virtual Dipty steht eine Auswahl an ausgesuchten Programmen für Kinder zur Verfügung, die von Lernprogrammen wie Vokabeltrainern über Malsoftware und Spielen bis hin zu OpenOffice reicht. Alle Programme entstammen einer ständig wachsenden Anzahl an Open Source-Projekten der Linux-Gemeinde.

Eine besondere Rolle kommt dem Internetbrowser zu, denn beim Starten des virtuellen Rechners wird dieser automatisch mit gestartet und verbindet sich ohne weiteres Zutun mit dem Online-Service von Dipty. Nach der Anmeldung können nur die in der Whitelist vom Online-Service eingetragenen Internetseiten von den Kindern erreicht werden und weitere Dienste für Dipty-Clubmitglieder wie kindersichere Emails verwendet werden.

[ Dieter Pfenning, zuletzt bearbeitet am 8. November 2009 14:26 ]



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